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DRK-Ortsverein Siegburg e.V.

Henry-Dunant-Haus
Alleestraße 28
53721 Siegburg
 
Telefon 02241 / 5095-0
Telefax 02241 / 590950

info [at] drk-siegburg.de

 

 

Das Henry-Dunant-Haus

Foto: Henry-Dunant-Haus, Alleestraße 28

Das Henry-Dunant-Haus ist nicht das erste Rote-Kreuz-Haus in Siegburg.
Bereits in den 20er Jahren wurde am Michaelsberg, an der heutigen Stelle des Evangelischen Altenwohnheims, ein sogenanntes Volksgesundheitshaus mit Bade- und Duscheinrichtungen durch den Vaterländischen Frauenverein, einer Vorläuferorganisation des Roten Kreuzes, errichtet. Das Haus ging nach dem Zweiten Weltkrieg in das Eigentum des DRK-Kreisverbandes über. Die Männliche Bereitschaft hatte während des Zweiten Weltkrieges ein Heim am Michaelsberg, an der heutigen Stelle des Begegnungszentrums an der Bergstraße.

Nach dem Zweiten Weltkrieg verfügte der DRK-Ortsverein über keine eigene Unterkunft mehr.
Jahrelang waren die Fahrzeuge provisorisch in einer Garage in der Ernststraße untergebracht. Das Jugendrotkreuz nutzte einen Keller im VHS-Studienhaus. Diese Unterkünfte entsprachen nicht mehr den Vorstellungen einer ordnungsgemäßen Rote-Kreuz-Arbeit. Auch die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des Roten Kreuzes sowie die Gruppenmitglieder des Jugendrotkreuzes benötigten für ihre vielfältigen Aufgaben passende Räume. So machte sich der Vorstand des DRK-Ortsvereins jahrelang Gedanken um ein geeignetes Objekt. Viele Häuser wurden besichtigt und für nicht geeignet gehalten, viele Pläne geschmiedet und wieder verworfen.

1985 war es endlich soweit-die Deutsche Bundesbahn verkaufte ihr Haus in Siegburg,Alleestraße 28, das einstmals für mittlere Beamte des Einsenbahndienstes erricht worden war.

Zur Baugeschichte des Hauses heißt es:
Am 20. Januar 1910 beantragte die Eisenbahnbetriebsinspektion zu Betzdorf beim Bürgermeister der Stadt Siegburg die Bauerlaubnis zur Errichtung von zwei Wohnbauten für Eisenbahnbeamte. Die Gebäude sollten an der Bonner Straße/Ecke Wilhelmstraße errichtet werden. Da zur damaligen Zeit ein Umbau des Bahnhofes sowie die Unterführung der Bonner Straße in der Planung waren, wurde eine Erlaubniserteilung hinausgeschoben.
Am 24. Mai 1910 teilte dann die Eisenbahnbetriebsinspektion der Stadt Siegburg mit, dass zur Errichtung der Gebäude ein neuer Standort in der Alleestraße gefunden sei, wofür man die Planung unverändert einreichte.
Die Genehmigung der beiden Neubauten erfolgte seitens der Baukommission der Stadt Siegburg am 31.05.1910. Die Baupläne der Häuser stammen vom November 1908 und wurden seitens der Königlichen Eisenbahndirektion Frankfurt erstellt.
Während das Haus in der Alleestraße 28 nur Wohnungen für mittlere Beamte ausweisen sollte, errichtete man das in der Alleestraße 30 ausschließlich für Wohnungen unterer Beamter.
Das Gebäude Alleestraße 30 musste 1980 weichen.
Im Gebäude Alleestraße 28 wurde die Wohnung für mittlere Beamte in folgender Weise bemessen: 1 Küche, 4 Wohnzimmer, 1 Dachkammer, zugehöriger Keller und Stallraum; Miete 390,00 Mark (Beschreibung vom 10.01.1911).

Nach dem Kauf des Hauses nahm man eine umfassende Renovierung vor, die zum großen Teil von den Helfern der Bereitschaften in vielen Stunden selbst durchgeführt wurde.

Die Erdgeschoßräume enthalten einen größeren Raum als Begegnungsstätte für Senioren und Behinderte, als Besprechungsraum und Unterrichtsraum der Rot-Kreuz-Bereitschaften. Die Frauenselbsthilfegruppe nach Krebs, der Kneipp- Verein und letztlich der Verein für Sehbehinderte treffen sich dort regelmäßig. Auch das Jugendrotkreuz hat im Erdgeschoß seinen Gruppenraum; schließlich befindet sich dort ein Büro, von dem aus der Mobile Soziale Hilfsdienst gesteuert wird.
In der ersten und zweiten Etage liegen je zwei Wohnungen; im Keller befinden sich ein Bastelraum für das Jugendrotkreuz sowie Lagerräume für die Bereitschaften und für den Katastrophenschutz, desweiteren eine zünftige Bar.

Die Begegnungsräume sind durch den DRK-Landesverband, den DRK-Darlehensfond und die Stiftung Wohlfahrtspflege gefördert worden. Die Einrichtungen des Jugendrotkreuzes erhielten einen Zuschuss des Kreisjugendamtes.

Im Hof des Grundstücks Alleestraße 28 stehen in der 1987 errichteten Kraftfahrzeughalle die Fahrzeuge des DRK-Ortsvereins.

Am Weltrotkreuztag, dem 8. Mai 1988, anlässlich des 125jährigen Bestehens des Roten Kreuzes, wurde mit einem "Tag der offenen Tür" das Henry-Dunant-Haus in der Alleestraße eingeweiht.

 

Das Stallgebäude hinter dem Haus.

 Damit hat der DRK-Ortsverein die räumlichen Voraussetzungen für seine Arbeit.

Regelmäßig finden Erste-Hilfe-Kurse sowie die Kurse für die lebensrettenden Sofortmaßnahmen für Führerscheinbewerber in einem ansprechenden Rahmen statt. Dies gilt ebenso für die Veranstaltungen des Seniorenkreises. Die Bereitschaften treffen sich regelmäßig zu Übungsabenden und bereiten von hier aus ihre vielfältigen Einsätze vor.

Das Haus Alleestraße 28 erhielt schließlich den Namen des Gründers des Roten Kreuzes - Henry Dunant. Es ist mit Modernisierungs- und Denkmalschutzmitteln ansprechend instandgesetzt worden. Das Stallgebäude hinter dem Haus hat man liebevoll restauriert. Somit stellt das Gebäude ein Zeugnis der Eisenbahngeschichte der Stadt Siegburg dar und leistet einen Beitrag zur Stadtgeschichte. Deshalb wurde es im August 1988 in die Denkmalliste der Stadt Siegburg aufgenommen.

Damit konnte auch der Ortsverein des DRK Siegburg etwas zur Erhaltung der historischen Bausubstanz in der Stadt Siegburg beitragen.

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